Hightech-Branche blickt optimistisch ins nächste Jahr
Danach rechnen 57 Prozent der Unternehmen mit Wachstum und weitere 17 Prozent mit einem stabilen Geschäft. "Die Wirtschaftskrise ist weitgehend überwunden. Die BITKOM-Branche geht mit Zuversicht ins nächste Jahr", sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer im Vorfeld des 4. Nationalen IT-Gipfels. Der Aufschwung der Gesamtwirtschaft werde auch zu einer weiteren Belebung der Hightech-Märkte führen. Impulse erwartet der BITKOM von der öffentlichen Hand und Privatverbrauchern. "Das aktuelle Weihnachtsgeschäft mit hochwertigen Elektronikprodukten wie Computern, Handys oder Flachbildfernsehern läuft hervorragend", sagte Scheer.
Positiv stimmt, dass die Aussichten aktuell deutlich besser bewertet werden als vor einem Jahr. Damals hatten weniger als die Hälfte der Unternehmen mit einem Umsatzplus im Folgejahr gerechnet. Aus Sicht des BITKOM haben auch die Maßnahmen der Bundesregierung zu der nunmehr verbesserten Stimmungslage beigetragen. Neben einem IT-Investitionsprogramm des Bundes im Rahmen des Konjunkturpakets wurden unter anderem die Breitbandstrategie und die Green-IT-Allianz auf den Weg gebracht. Diese Initiativen sind wichtige Ergebnisse des IT-Gipfels. Allerdings reichten die Anstrengungen bei weitem nicht aus, betonte Scheer: "Über das Krisenmanagement hinaus braucht das Land eine langfristige Wachstumsperspektive für die Zeit nach der Krise." Scheer verwies dabei auf die großen Zukunftsherausforderungen wie die Sicherung der Energieversorgung vor dem Hintergrund des Klimawandels, den demografischen Wandel, Erhalt der Mobilität und Modernsierung des Bildungssystems.
Aus Sicht des BITKOM können die Entwicklung und der Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien einen zentralen Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderungen leisten. "Moderne ITK macht aus den vorhandenen Infrastrukturen denkende Systeme - wir nennen sie Intelligente Netze", sagte Scheer. So wird der weltweite Energiebedarf bis zum Jahr 2030 um 44 Prozent steigen. "Wir müssen den Energiebedarf decken, ohne die Erderwärmung weiter zu forcieren", sagte Scheer. Mit intelligenten Energienetzen ("Smart Grids") können Energienetze aktiv gemanaged und die Energieversorgung optimiert werden. Außerdem stellen sie die Basisinfrastruktur für die Elektromobilität der Zukunft. Ähnliche Wirkungen können Breitband und IT im Verkehr und im Gesundheitswesen leisten. Eine intelligente Verkehrslenkung kann zum Beispiel Staus und Parksuchverkehr verringern. "Deutschland verfügt mit dem System für die Abrechnung der Lkw-Maut bereits über eine hoch moderne Telematik-Infrastruktur im Verkehr", sagte Scheer. "Allerdings liegen ihre Potenziale weitgehend brach, deshalb sollten Mehrwertdienste erlaubt werden."
Im Gesundheitswesen kann Telemedizin die Qualität der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen verbessern und gleichzeitig Kosten reduzieren. "In Deutschland waren wir mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte auf einem guten Weg. Jetzt steht der Rollout nach Jahren der Vorbereitung wieder in Frage", sagte Scheer. Aus Sicht des BITKOM sollte am bisherigen Zeitplan unbedingt festgehalten werden. "Der Aufbau moderner Infrastrukturen kann nur im Zusammenspiel von Staat und Wirtschaft erfolgen", sagte Scheer. Die Bundesregierung müsse den Rahmen setzen, in dem sich neue Geschäftsmodelle entwickeln können. Dann bestehe die Chance, dass Deutschland eine Vorreiterrolle auf diesem Gebiet einnimmt.
Ein weiteres zentrales Thema des diesjährigen IT-Gipfels ist die Internetpolitik. "In den vergangenen Jahren gab es in der Internetpolitik viele Gesetzesinitiativen und noch viel mehr Verwirrung und Verunsicherung", sagte Scheer. Für Kritik sorgten allen voran das Gesetz gegen Kinderpornografie im Internet, aber auch die Vorratsdatenspeicherung, Online-Durchsuchungen oder das Urheberrecht. Dabei stehe die Wirtschaft vielfach für die praktische Durchsetzung in der Pflicht. "Es darf nicht länger eine Trial-and-Error-Politik auf dem Rücken der Internetwirtschaft geben", sagte Scheer. Stattdessen müsste die richtige Balance zwischen Freiheit und Sicherheit geschaffen werden. Aus Sicht des BITKOM ist das Internet derzeit überreguliert. Scheer: "Wir brauchen schlankere Regelwerke, die aber müssen dann nachdrücklicher durchgesetzt werden."
Hinweis zum BITKOM-Branchenbarometer: Der BITKOM befragt quartalsweise seine Mitglieder und weitere Unternehmen der ITK-Branche zur aktuellen Geschäftsentwicklung und zu ihren Erwartungen für die nahe Zukunft. Der BITKOM-Branchenindex errechnet sich aus dem Saldo der positiven und negativen Umsatzentwicklung für das jeweils laufende Quartal.
Quelle: Pressemeldung BITKOM Bundesverband Informationswirtschaft,Telekommunikation und neue Medien e.V.
Dieser Beitrag wurde bisher 90 mal gelesen.
(Rang 313 auf blackberrys24.de)
Weitere News
Blackberry - Die Vorteile des Allrounders
21.02.2012 | Blackberry ist eine der wenigen Marken, welche über mehrere Jahre erfolgreich im Segment der Smartphones...
weiter in Blackberry - Die Vorteile des ...Geschäftsklima in Hightech-Branche weiterhin gut
23.11.2011 | Zwei Drittel der Anbieter erwarten Umsatzplus für 2012 Vertrauen als zentrales Thema auf der CeBIT BITKOM...
weiter in Geschäftsklima in Hightech-Branche ...Media Alert: Yahoo! Mail jetzt auch auf dem iPad
22.11.2011 | Nachdem vor einem Monat bereits die Yahoo! Homepage für das Tablet vorgestellt wurde, folgt nun die spezielle...
weiter in Media Alert: Yahoo! Mail jetzt auch ...Vier Millionen Smart TVs stehen in deutschen Wohnungen
09.11.2011 | Jeder zehnte deutsche Haushalt besitzt ein internetfähiges TV-Gerät Aber: Nur 13 Prozent davon gehen per TV...
weiter in Vier Millionen Smart TVs stehen in ...Ein Fest für die Ohren: himmlische Klänge von Sennheiser
17.10.2011 | Ganz egal, ob man Familie, Freunde oder sich selbst beschenkt: Ein Kopfhörer von Sennheiser sollte auf der...
weiter in Ein Fest für die Ohren: himmlische ...Aktuelles
Drahtlose Mikrofonlagen - Billigkeitsentschädigung gestartet
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat...
weiter ...Online- Jobbörsen sind bei der Personalsuche unverzichtbar
Vier von fünf Unternehmen veröffentlichen freie Stellen in...
weiter ...Neuigkeiten
Blackberry - Die Vorteile des Allrounders
Blackberry ist eine der wenigen Marken, welche über mehrere...
weiter ...Geschäftsklima in Hightech- Branche weiterhin gut
Zwei Drittel der Anbieter erwarten Umsatzplus für 2012...
weiter ...Weitere Themen
Regensburg in der Hosentasche - iPhone- App mit SixCMS
Nach Regensburg kommt man auf verschiedene Arten: entweder...
weiter ...TV und Internet laufen oft parallel
Jeder zweite surft nebenher. Fernsehbildschirm an der Wand...
weiter ...Archiv
Google+ etabliert sich unter den sozialen Online- Netzwerken
Facebook liegt auf Platz eins der beliebtesten Communitys...
weiter ...Telekom baut Browsergames- Angebot aus: Kooperation mit Start- up Players Rock Entertainment
Optimierung und Markteinführung neuer Browsergames im Fokus...
weiter ...Verschiedenes
Das Handy als Thermometer, Blutdruck- und Blutzuckermesser
Smartphones können bei Therapie und Gesundheitschecks helfen...
weiter ...Volle Kontrolle über die Karten: NAVIGON veröffentlicht wegweisendes Update für Android- App
Ab sofort steht die neue Version "NAVIGON für Android 4.0"...
weiter ...
