Markt für Heimvernetzung vor dem Durchbruch

30.07.2010 | Berlin
Heimvernetzung hat ein enormes Marktpotenzial: Gut 40 Prozent aller Deutschen möchten in ihrem Haushalt Fernseher, Musikanlage, Computer, Handy und Co. miteinander verbinden. Erst 6 Prozent der Deutschen haben ihre Wohnung bereits entsprechend vernetzt. Das zeigt eine Forsa-Studie im Auftrag von Waggener Edstrom, bei der tausend Erwachsene zum Thema Heimvernetzung befragt wurden.

"Heimvernetzung steht in Deutschland vor dem Durchbruch. In den kommenden Jahren wird Heimvernetzung zum Milliardenmarkt und Treiber der gesamten Consumer Electronics", sagte Michael Schidlack, Experte beim Hightech-Verband BITKOM, bei der Vorstellung der Studienergebnisse in München. Die Verbraucher wollen laut Umfrage insbesondere Internet und TV-Programme in allen Räumen empfangen, zudem überall in der Wohnung auf ihre gespeicherten Musikdateien, Fotos und Videos zugreifen können.

Allerdings fehlt es den Verbrauchern an den notwendigen Informationen. Laut Studie fühlen sich vier Fünftel der Bevölkerung über die Möglichkeiten des vernetzten Hauses wenig oder überhaupt nicht informiert. "Verbraucher schrecken beim Begriff der Heimvernetzung oft zurück. Dabei wird die Bedienung der Elektronik im Haushalt durch Vernetzung enorm erleichtert", so Schidlack. Das Ziel ist laut Schidlack das "Eine-Fernbedienung-Haus". Mit dieser einen Fernbedienung, die auch ein Handy sein kann, werden alle elektronischen Haushaltsgeräte gesteuert. Dazu können ebenfalls Licht und Heizung gehören. "Jeder dritte Befragte möchte auch von unterwegs auf seine Unterhaltungsmedien zuzugreifen", sagte Schidlack.

In einem deutschen Haushalt gibt es im Durchschnitt derzeit 50 elektrische Geräte, die in der Regel ein Insel-Dasein fristen. Sie können weder über eine einheitliche Fernbedienung gesteuert werden, noch untereinander Daten austauschen. Das ändert sich derzeit. So können mit dem neuen Standard "DLNA" auch Multimedia-Geräte unterschiedlicher Hersteller miteinander vernetzt werden. Zudem werden immer mehr Geräte internetfähig und kommunizieren über das Web miteinander.

Zu den Einsatzmöglichkeiten der Heimvernetzung gehören beispielsweise die einfache Übertragung und zentrale Speicherung von Musik oder Videos, das automatische Erkennen und Melden eines Einbruchs oder Was-serschadens, die intelligente und umweltfreundliche Steuerung der Heizung, das Sparen von Strom durch ein smartes Energiemanagement oder die Unterstützung eines altersgerechten Lebens.

Quelle: Pressemeldung BITKOM Bundesverband Informationswirtschaft,Telekommunikation und neue Medien e.V.

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