Mit neuen DECT-Telefonen schnurlos und noch strahlungsärmer telefonieren
+++ Schnurlos-Telefone sind bequem und beliebt - haben jedoch einen kleinen Haken: Sie sind oft die stärkste Quelle für hochfrequente elektromagnetische Strahlen im Haushalt - auch dann, wenn gar nicht telefoniert wird. Eine neue Technik reduziert diese Strahlenquelle nun wirksam: Die neuen DECT-Telefone, die es erst seit wenigen Wochen zu kaufen gibt, regeln die Funkleistung im Ruhe- und Standby-Modus vollständig herunter und auch beim Telefonieren wird die Leistung um bis zu 80 Prozent reduziert - je nach Entfernung von der Basisstation. Zugleich haben die Geräte einen deutlich reduzierten Energieverbrauch. Der Clou daran: Die Funkleistung ist abgeschaltet, solange nicht telefoniert wird, auch wenn das Mobilteil nicht in der Basisstation ist. Darüber hinaus können sogar mehrere Handgeräte angeschlossen werden, ohne auf den ECO-Modus verzichten zu müssen. Das Landesamt für Umwelt (LfU) rät: beim Kauf neuer Schnurlos-Telefone auf Stichworte wie "ECO Modus plus", "fulleco" oder "ECO low radiation DECT" achten. Außerdem müssen bei vielen Geräten die ECO-Funktionen nach dem Kauf erst manuell aktiviert werden, damit die Funktion auch wirklich in Betrieb ist. +++
Faktenkasten: DECT-Telefone
* Schnurlos-Telefone übertragen Gespräche per Funk zwischen einer Basisstation und einem Handgerät. Bei den sogenannten DECT-Geräten (Digital Enhanced Cordless Telephone) wird die Sprache mit hochfrequenten elektromagnetischen Felden übertragen. Im Frequenzbereich zwischen 1880 und 1900 Megahertz (MHz) macht es das sogenannte "Zeitschlitzverfahren" möglich, dass sogar mehrere Nutzer intern miteinander telefonieren können.
* Die Funkleistung der neuen DECT-Technologie ist um bis zu 80 Prozent geringer. Außerdem wird sie entfernungsabhängig geregelt. Wegen der neuen Netzteile sinkt auch der Energieverbrauch um bis zu 60 Prozent. Die maximalen Reichweiten der neuen Geräte reichen mit 150 Meter im Freien und bis zu 25 Meter in Gebäuden für die meisten Fälle aus.
* Bei den bisherigen DECT-Telefonen liegt der SAR-Wert für den Kopf unter 0,1 W/kg und damit weit unter dem empfohlenen Grenzwert von 2,0 W/kg. Die neuen Geräte sind noch weit strahlungsärmer. Wer zur Vorsorge die Strahlenquellen weiter vermindern will, ist deshalb mit den neuen DECT-Telefonen gut bedient. Der SAR-Wert (die spezifische Absorptionsrate) ist ein Maß für die Erwärmung des Gewebes, er wird in Watt pro Kilogramm Körpergewicht gemessen
* Weil die Frequenzen um 900 Megahertz für den Mobilfunk benötigt werden, sind zum Jahreswechsel die übrig gebliebenen Schnurlos-Telefone mit der Bezeichnung CT1+ verboten und wegen der Störung durch den Mobilfunk auch kaum mehr brauchbar. Wer sich ein CT1+-Telefon wegen seiner Abschaltautomatik gekauft hat, findet in den neuen Schnurlos-Telefonen guten Ersatz, da das neue wie das alte Telefon im Stand-by nicht sendet.
Quelle: Pressemeldung Bayerisches Landesamt für Umwelt
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