Spam-Mails: Eigene E-Mail-Adresse nicht leichtfertig verbreiten

13.11.2009 | Köln
TÜV Rheinland rät: Nie auf unerwünschte E-Mails reagieren / Newsletter im Textformat bestellen / Individuelle Regeln für Spamfilter definieren

Zwei Drittel der E-Mail-Nutzer in Deutschland bekommen täglich unerwünschte Post, sogenannte Spam-Mails. Das ergab der aktuelle Webmonitor des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien.

Zwei Drittel der E-Mail-Nutzer in Deutschland bekommen täglich unerwünschte Post, sogenannte Spam-Mails. Das ergab der aktuelle Webmonitor des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien. Nicht nur sind diese E-Mails ärgerlich, weil die zusätzliche Datenmenge den Server belastet, sondern auch, weil der "Werbe-Müll" aussortiert werden muss. "Jeder Nutzer kann aber selbst einiges unternehmen, um sich vor Spam-Mails zu schützen", sagt Klaus Rodewig, Computerfachmann von TÜV Rheinland. "Am besten ist es, die eigene E-Mail-Adresse so sensibel wie eine Geheimnummer zu behandeln."

Die einfachste Möglichkeit, das Spam-Aufkommen zu vermindern, ist nicht darauf zu reagieren. Das heißt: Bilder oder Links in unerwünschten Mails nie anklicken -auch nicht, wenn sie versprechen, damit zum Beispiel einen elektronischen Newsletter abzubestellen. "Ein Klick und der Spam-Versender weiß, dass die E-Mail-Adresse aktiv ist", warnt der IT-Experte. Wer viele Newsletter abonniert, sollte dies grundsätzlich im Textformat tun. Denn in HTML-Mails können "Web-Bugs" installiert sein. Diese 1x1-Pixel kleinen Bilder laden sich beim Öffnen der E-Mail automatisch nach. Und durch den so entstandenen Datenverkehr weiß der Absender, dass die Adresse in Gebrauch ist und schickt noch mehr Spam-Mails.

Internet-Nutzer sollten zudem genau überlegen, wo sie ihre E-Mail-Adresse hinterlassen: Gewinnspiele, kostenlose Newsletter, Forenanmeldungen oder gewisse Zugangssperren verlangen meist die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse. Wer sich willkürlich überall anmeldet, wird leichter zum Opfer von Spammern. "Empfehlenswert ist es, sich zwei unterschiedliche E-Mail-Accounts zuzulegen", rät Rodewig. "Einen für Privatmails, den anderen für Anmeldungen aller Art." Sinnvolle Entlastung bieten auch Spam-Filter. Sie können zwar nicht alles aussortieren, aber erreichen nach einer gewissen "Anlernphase" mit individuellen Filterregeln eine Trefferquote von 95 Prozent. "Dennoch sollten Anwender regelmäßig ihren Spam-Ordner überprüfen", sagt der Experte. "Denn es kann sein, dass die eine oder andere ernsthafte Nachricht unbeabsichtigt dort landet." Nutzer erhöhen zudem den Schutz, indem sie ihr E-Mail-Programm durch Updates immer auf dem neuesten Stand halten.

Quelle: Pressemeldung TÜV Rheinland Holding Aktiengesellschaft

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