Von der Frequenz , dem UMTS-Funknetz dem Hertz und den Herzen

15.04.2010 | Düsseldorf
Folgt man dem lateinischen Wortursprung frequentia, bedeutet "Frequenz" schlicht und einfach Häufigkeit. In unserem modernen Sprachgebrauch ist dieser Begriff eine physikalische Größe und konzentriert sich auf die Häufigkeit eines sich wiederholenden Vorgangs.

Gemessen wird die Frequenz mit der Maßeinheit Hertz (kurz MHz - nach dem deutschen Physiker Heinrich Rudolf Hertz), die in den meisten Fällen die Anzahl der Schwingungen innerhalb einer Minute angibt. Es gibt unterschiedliche Frequenzen, zum Beispiel die Herzfrequenz, Tonfrequenz, Umlauffrequenz oder Radiofrequenz. Folgt man der modernen Wortbedeutung lässt sich die Frequenz auf viele Alltagssituationen übertragen: Wie oft schaue ich täglich auf mein Mobiltelefon - selbst das lässt sich als wiederholender Vorgang als Frequenz abbilden, auch wenn er keine Schwingungen verursacht - zumindest bei den meisten.

Die Mobilfunkfrequenz überträgt Musik aufs Handy, die Tonfrequenz lässt sie uns hören und mit dem richtigen Song steigt dann sogar die Herzfrequenz. Apropos Mobiltelefon - im Bereich der beiden Mobilfunknetze in Deutschland (das D-Netz und das E-Netz) werden Frequenzbänder in den Bereichen 900 MHz und 1800 MHz verwendet. Bei den UMTS-Funknetzen, mit denen man über das Mobiltelefon im Internet surfen kann, liegt die Hertz-Größe etwas höher: der Bereich ab 2100 MHz (das sind 2.100 Millionen Schwingungen pro Sekunde!) wird fast überall auf der Welt genutzt. In Nordamerika verwenden die Netze übrigens überwiegend das 1900 MHz Band.

Genauer betrachtet sind Frequenzbänder keine wirklichen Bänder, sondern Teilbereiche der elektromagnetischen Wellen, die zur technischen Kommunikation benötigt werden. Frequenzbereiche, die bislang in Deutschland für Radio- und TV-Übertragungen genutzt worden sind, stehen übrigens künftig für mobile Lösungen zur Verfügung. Diese Frequenzen wurden frei, als der bislang analoge Rundfunk digitalisiert wurde, denn digital benötigt weniger Frequenzbreite als analog. Die deutschen Mobilfunkanbieter ersteigern diese freien Bereiche aktuell. Versteigert wird dabei auch die wichtige Frequenz bei 800 Mhz. Aufgrund der relativ geringen Hertz-Größe sind die Wellen länger und haben eine größere Reichweite. Ein Vorteil: denn damit kann man schnelles Internet über Funk in ländliche Regionen bringen, die bislang keinen festen Internet-Anschluss hatten.

Quelle: Pressemeldung Vodafone D2 GmbH

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